From Play to Prevention: Kombination von Serious Games und KI für frühe Gesundheitswarnungen
Erfahren Sie, wie KI‑gestützte Serious Games die frühzeitige Erkennung kognitiver Gebrechlichkeit transformieren und Fachkräfte im Gesundheitswesen mit schnelleren und präziseren Erkenntnissen unterstützen.
5 Minuten
21st of May, 2026

Die frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um die Auswirkungen vieler altersbedingter chronischer Erkrankungen zu verringern. Spiele können dabei ein wertvolles Instrument sein, um erste Anzeichen kognitiver Schwächen bei älteren Menschen zu identifizieren. Akkodis KI-Expertin Asma Gasmi integriert diese Spiele in ein KI-Modell, wodurch Ärztinnen und Ärzte früher und effektiver eingreifen können als bisher.
Serious Games für kognitive Diagnostik
Ein Fischfangspiel projiziert virtuelle Fische auf eine Fläche vor der spielenden Person und schafft so eine interaktive Umgebung für kognitive Tests. Wenn ein roter Fisch erscheint, muss er angetippt werden, um Punkte zu erzielen, während gelbe Fische vermieden werden müssen, um Punktabzüge zu verhindern.
Diese Art von Serious Games liefert wertvolle Einblicke in die Hand-Auge-Koordination, die Reaktionszeit und die kognitive Leistungsfähigkeit einer Person. Serious Games werden für Zwecke entwickelt, die über reine Unterhaltung hinausgehen, darunter kognitive Bewertungen, Bildung und berufliche Weiterbildung.
Diese Art von Serious Games liefert wertvolle Einblicke in die Hand-Auge-Koordination, die Reaktionszeit und die kognitive Leistungsfähigkeit einer Person.
Im Gesundheitswesen werden Serious Games zunehmend für chirurgische Simulationen, die Behandlung von ADHS und die kognitive Bewertung eingesetzt. In der Altenpflege bieten sie eine ansprechendere und skalierbare Alternative zu herkömmlichen Tests und Fragebögen. Spiele wie das Fischfangbeispiel ermöglichen es Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, kognitive Gebrechlichkeit effektiver zu bewerten und frühe Anzeichen eines Abbaus zu erkennen.
KI‑gestützte Serious Games für die frühzeitige Erkennung im Gesundheitswesen
Durch die Integration von Künstlicher Intelligenz entwickeln sich Serious Games zu leistungsstarken Werkzeugen für die frühzeitige Erkennung und das proaktive Monitoring im Gesundheitswesen. KI‑gestützte Serious Games haben das Potenzial, Frühwarnsysteme grundlegend zu verändern, indem sie eine schnellere und genauere Identifikation kognitiver Beeinträchtigungen ermöglichen.

KI kann den Einsatz von Serious Games für die Früherkennung skalieren, indem die Analyse des Spielverlaufs durch Videoaufzeichnungen und Sensordaten automatisiert wird. Anstatt Tage oder Wochen auf eine manuelle Auswertung zu warten, liefern KI‑Modelle Erkenntnisse in Echtzeit, sodass Fachkräfte im Gesundheitswesen Risikofälle schnell identifizieren und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können.
KI‑gestützte Serious Games überwinden die Grenzen traditioneller, ressourcenintensiver neuropsychologischer Tests, indem sie kontinuierliche und wiederholbare kognitive Bewertungen ermöglichen. Dadurch lässt sich der kognitive Abbau im Zeitverlauf präziser verfolgen, was tiefere Einblicke bietet und Strategien zur frühen Intervention verbessert.
Die Bedeutung der frühzeitigen Erkennung in der KI‑gestützten Gesundheitsversorgung
Diese Vorteile sind entscheidend für die Weiterentwicklung der KI‑gestützten Gesundheitsversorgung, insbesondere für die Verbesserung der Altenpflege. Geschwindigkeit, Effizienz und Echtzeitanalysen ermöglichen einen breiteren Einsatz von Serious Games zur frühzeitigen Erkennung altersbedingter Erkrankungen. Krankheiten wie Alzheimer und Multiple Sklerose verdeutlichen die Bedeutung einer frühen Diagnose, da eine frühere Erkennung Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften größere Möglichkeiten bietet, das Fortschreiten zu verlangsamen, die Auswirkungen zu verringern und die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern – selbst in Fällen, in denen noch keine Heilung verfügbar ist.
Asma Gasmi, Tech Lead für AI und Machine Learning bei Akkodis, treibt dieses Feld voran, indem sie im Rahmen eines innovativen Forschungsprojekts namens STAYWELL die Analyse KI‑gestützter Serious Games erforscht.
STAYWELL (Sustainable Technology to Analyze Wellness Among Chronically Ill Patients) konzentriert sich auf die Entwicklung tragbarer Gesundheitstechnologien für Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen. Diese Geräte nutzen Sensoren, um Gesundheitsdaten in Echtzeit zu erfassen, sie mit der medizinischen Vorgeschichte der Patientinnen und Patienten zu verknüpfen und auf dieser Basis umsetzbare Erkenntnisse für Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bereitzustellen – und so eine proaktivere und personalisierte Versorgung zu ermöglichen.
Aufbau von KI‑Modellen für multimodale Gesundheitsdaten
Durch die Integration der Analyse von Serious Games fügt Gasmi dem STAYWELL‑Projekt eine neue Dimension hinzu und verbessert so die Bewertung kognitiver Gebrechlichkeit. Dieser Ansatz begegnet zentralen Einschränkungen traditioneller Methoden – darunter begrenzte Personalisierung, geringe Anpassungsfähigkeit und vereinfachte Bewertungsmetriken – und ermöglicht eine präzisere und skalierbare kognitive Bewertung.
„Wir entwickeln ein KI‑Modell, das verschiedene Datentypen integriert, darunter MRT‑Aufnahmen, Sensordaten von Wearables, die medizinische Vorgeschichte von Patientinnen und Patienten sowie die Analyse von Serious Games, um ein Frühwarnsystem zu schaffen, das Ärztinnen, Ärzte und Fachkräfte im Gesundheitswesen unterstützt“ Sagt Gasmi, die derzeit nach Partnern für das Projekt sucht – Unternehmen im Gesundheitssektor sowie Pflegeeinrichtungen und Forschungseinrichtungen, die daran interessiert sind, die Technologie zu testen.
Gasmi sucht derzeit Partner für das Projekt, darunter Organisationen im Gesundheitswesen, Pflegeeinrichtungen und Forschungseinrichtungen, die daran interessiert sind, KI‑gestützte Gesundheitslösungen zu testen und weiterzuentwickeln.
Im Rahmen der Initiative automatisiert das Team zudem die Analyse von MRT‑Aufnahmen, um frühe Anzeichen von Multipler Sklerose zu erkennen. Studien zeigen, dass eine frühzeitige Diagnose das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen, das Risiko schwerer Beeinträchtigungen verringern und die langfristigen Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten verbessern kann.
Um diese Ergebnisse zu erzielen, muss das KI‑Modell sorgfältig trainiert und optimiert werden, um aussagekräftige Erkenntnisse aus vielfältigen, multimodalen Datenquellen zu gewinnen. Die Sicherstellung einer hohen Genauigkeit, Zuverlässigkeit und klinischen Relevanz ist entscheidend, um effektive KI‑gestützte Systeme zur Früherkennung bereitzustellen.
KI im Gesundheitswesen: Unterstützung für Ärztinnen und Ärzte – nicht deren Ersatz
Gasmi betont, dass KI‑gestützte Lösungen im Gesundheitswesen, wie das STAYWELL‑KI‑Modell, darauf ausgelegt sind, Ärztinnen und Ärzte bei klinischen Entscheidungsprozessen zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Diese Technologien ergänzen menschliche Expertise, indem sie umsetzbare Erkenntnisse liefern und die Genauigkeit medizinischer Bewertungen verbessern.
KI‑gestützte Tools ermöglichen es Fachkräften im Gesundheitswesen, größere Mengen an Patientendaten effizienter zu nutzen. Durch die Reduzierung ressourcenintensiver Tests und die Ermöglichung häufigerer Bewertungen unterstützen diese Lösungen eine kontinuierliche Überwachung von Patientinnen und Patienten und helfen dabei, frühzeitig Abweichungen von individuellen Gesundheitswerten zu erkennen.
Gasmi sieht eine Zukunft, in der KI‑gestützte Gesundheitssysteme die Gesundheit von Patientinnen und Patienten kontinuierlich überwachen – insbesondere in der Altenpflege – und so dazu beitragen, dass Menschen ihr Wohlbefinden und ihre Selbstständigkeit länger erhalten können.
Sie hebt hervor, dass dies eine der wirkungsvollsten Anwendungen von KI im Gesundheitswesen darstellt – sie unterstützt medizinische Fachkräfte und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität sowie die Versorgungsergebnisse älterer Bevölkerungsgruppen.
